Photo © HG Esch
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Dessin © HPP
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LVM 5 / “Kristall”

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Lieu
Münster, Allemagne
Année
2015
Client
LVM Versicherung
BGF
19.800 m²

Seit mehr als 30 Jahren entwerfen, planen und bauen HPP Architekten für die LVM Versicherung die Bürogebäude des Campus am Münsteraner Kolde-Ring. Den vorläufigen Höhepunkt stellt der neueste, von HPP und Duk-Kyu Ryang geplante Büroturm dar, der aufgrund seiner ungewöhnlichen Kubatur auch „Kristall“ genannt wird.

Seit die LVM Versicherung 1967 an den Kolde-Ring zog, ist der expandierende Campus ein sichtbarer Beleg für das stetige Wachstum des Vollversicherers. Für den Neubau auf dem Baufeld 5, daher auch das interne Kürzel LVM 5, musste zunächst noch ein fünfgeschossiger Bestandsbau aus dem Jahr 1976 weichen. Nach 28 Monaten Bauzeit konnte der neue Turm mit insgesamt 19.800 Quadratmetern Bruttogeschossfläche bereits am 5. September 2014 eingeweiht werden. Die Fertigstellung der Außenanlagen und die Einweihung der Kunst markieren nun den endgültigen Abschluss des Bauvorhabens, welches in einer im Jovis-Verlag erscheinenden Publikation als Gesamtwerk dokumentiert wird.

Die gläserne Bauskulptur schraubt sich schräg in die Höhe und verbindet sich auf der 11. Etage mit dem älteren Nachbarbau durch eine Ganzglasbrücke. Während im Sockelgebäude die zahlreichen Veranstaltungs- und Schulungsflächen untergebracht sind, befinden sich auf den Etagen 2 bis 14 die „Open-Space“-Büroflächen mit 450 Arbeitsplätzen. In den drei obersten Geschossen in der 15., 16. und 17. Etage bietet die Sky Lounge neben einem weiten Blick über Münster den passenden Rahmen für Konferenzen und kleine Empfänge. Im gesamten Gebäude setzt sich die expressive Architektursprache bis in die Innenarchitektur, die Möblierung sowie die Farbgebung und die Kunst am Bau fort.

Statik – Das bis zu viergeschossige Basisbauwerk mit seiner unregelmäßigen Geometrie wurde in Stahlbetonbauweise mit weit gespannten Unter- und Überzugsdecken und teilweise schräg stehenden aussteifenden Wänden konzipiert. Die Tragstruktur des Turms besteht aus einem Stahlbetonskelett mit ebenen Flachdecken, Stützen und Kernen.

Energiekonzept – Es gibt derzeit erst wenige Bürohäuser, die konsequent als Plusenergiegebäude konzipiert und gebaut sind, also die in der Gesamtenergiebilanz rechnerisch mehr Primärenergie erzeugen, als sie im Betrieb verbrauchen. Beim Kristall liegen die Verbrauchswerte bei der Nutzenergie um 35 Prozent und bei der Primärenergie um 58 Prozent unter den Werten des Referenzgebäudes gemäß 107 EnEV und DIN V 18599. Bezieht man in die Bilanz auch die elektrische Energie mit ein, die von der Photovoltaikanlage (Leistung 100 kWpeak) und dem Blockheizkraftwerk (Leistung 70 kWel) erzeugt werden, ergibt sich über ein Jahr bilanziert ein Nettoenergieüberschuss von -22 kWh/(m²a). Das Gebäude erzeugt also mehr Energie als es benötigt. Die positive Energiebilanz ist ein wesentlicher Faktor für das DGNB-Zertifikat in Gold, mit dessen Erteilung in der 2. Jahreshälfte gerechnet wird.

Fassade – 6.000 Quadratmeter Glasfassade als Doppelfassade mit Klimapufferzone umhüllen den Kristall. Die inneren Fassaden sind mit Dreifachverglasung ausgestattet. Gemäß der Gebäudeform unterscheiden sich die Geometrien der Fassaden der vier unterschiedlichen Gebäudeansichten. Von den über 600 Fassadenelementen weisen 480 unterschiedliche Geometrien aus. Die Außenfassade folgt dem Dreiecksraster, das der gesamten Gebäudegeometrie zugrunde liegt, während die Innenfassade orthogonal gegliedert ist. Zwischen Außen- und Innenfassade liegt die windgeschützte Klimapufferzone, aus der nach Nutzerwunsch bei geöffneten Innenfenstern Frischluft in die Büroräume gelangt.

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