Foto © Gaston Wicky
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Wohnüberbauung Ninck-Areal

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Anno
2003

Das Ninck-Areal ist geprägt vom Zusammenprallen unterschiedlichster Massstäblichkeiten, Körnungen, städtebaulicher Typologien und Nutzungen. Markantester Bezugspunkt ist das 1963 bis 1966 erbaute Sulzer-Hochhaus im Nordosten des Areals, Imageträger des damals international tätigen Industriegrosskonzerns. Dominant sind die grosskalibrigen Bürohäuser des Sulzer-Konzerns an der Neuwiesenstrasse. An der Brühlgartenstrasse stehen einfache Mehrfamilienhäuser. Die Villa aus den Jahren 1906/07 im Kopfteil des Areals an der Neuwiesenstrasse    gilt als Schlüsselwerk im Villenbau der Architekten Rittmeyer & Furrer. Jenseits der Eulach liegt die grosse Freifläche mit dem Fussballstadion Schützenwiesen, den Sportplätzen und den Eulachhallen für Messe-, Sport- und Mehrzwecknutzungen.

Die Wohnüberbauung Ninck-Areal steht als eigenständige, starke Gesamtskulptur zwischen all diesen Gegensätzen und schafft Übergange und Bezüge nach allen Seiten.  

Zum Park hin sind die vier Baukörper aufgelöst, entlang der Brühlgartenstrasse bilden sie eine Flucht.  Durch diese Anordnung bleibt ein grosser Teil des Parks als halböffentliche Freifläche bestehen.  

Die Tiefgarage erstreckt sich über die ganze Länge des Areals. Auf diesem unterirdischen Fundament stehen die vier Baukörper wie tanzende Skulpturen, die durch ihre Positionierung und Verzahnung zum Park hin untereinander und mit der Umgebung in vielfältigen Beziehungen stehen.

In der Sprachlichkeit der Baukörper und im architektonischen Ausdruck der Fassaden ist die Scharnierfunktion der vier Baukörper zu den unterschiedlichen angrenzenden Funktionalitäten der Büro- und Wohnhäuer ablesbar.

Schiebbare Fassadenelemente aus verschieden farbig eloxiertem Aluminium vor den raumhohen Fenstern und den Loggias dienen zur individuellen Lichtregulierung und Schliessung.  Durch das von den Bewohnern bestimmte Spiel mit den beweglichen Fassadenelementen wird sich die im Grundsatz stringent und regelmässig aufgebaute Fassade nie gleichförmig präsentieren. Die umlaufenden Gesimse im Bereich der Geschossdecken betonen die Gesamtfigur aller vier Baukörper.

Für die Geschosswohnungen sind zwei Wohnungstypologien entwickelt worden – die Eckwohnungen und die Wohnungen, die durchgehend über die ganze Tiefe des Hauses verlaufen. Bei den durchgehenden Wohnungen sind die Räume von Süden, von der Brühlgartenstrasse her besonnt und belichtet; gegen Norden, zum Park hin, bieten sie Aussicht ins Grüne und zur Ruhe.

Grosse Entrées und überbreite Korridore unterstreichen die hohe Wohnqualität und bieten Raum für verschiedene Nutzungen. Die Zimmer, Badezimmer und Reduits sind als eigentliche Kompartimente innerhalb der Wohnungen über Vorzonen erschlossen.

Die Tiefgarage als der grösste Raum in der gesamten Überbauung ist speziell gestaltet mit farbigen Lichtquellen und einem durchgehend gelb eingefärbten Betonboden. Die Aufgänge zu den Häusern sind mit unterschiedlich farbigem Licht betont. 

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